Halicka/Mykietów (Hg.): Kozaky–Pyrehne / Kozaki–Pyrzany

Polen, Deutsche und Ukrainer auf dem Erinnerungspfad erzwungener Migrationen. / Polifonia pamieci Polifonia pamięci o przymusowych migracjach we wspomnieniach Polaków, Niemców i Ukrainców.

Das neumärkische Dorf Pyrehne gehörte bis 1945 zu Ostbrandenburg. Hier traf kurz nach dem Kriegsende fast die gesamte polnische Bevölkerung des ostgalizischen Ortes Kozaky ein und besiedelte das Dorf. Was verbindet die beiden Ortschaften? Es sind die Menschen, die das Schicksal der erzwungenen Migrationen teilten: Die deutschen Bewohner Pyrehnes flüchteten infolge des vom Dritten Reich ausgelösten Krieges oder wurden aus ihrer Heimat vertrieben. In ihre Häuser zogen vor allem vertriebene Ostpolen aus Kozaky. Das ostpolnische Dorf wiederum wurde nun vor allem von Ukrainern besiedelt, die aus der Gegend von Przemyśl (heutiges Südostpolen) und aus der Ostukraine stammten.
Diese Menschen auf ihren Pfaden der Erinnerung zu begleiten, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und selbst die mit deren Schicksalen verbundenen Orte aufzusuchen, lag dem Projekt als Idee zugrunde, dessen Ergebnisse im vorliegenden Band vorgestellt
werden.

Inhaltverzeichnis

  • Vorwort (PDF, 7,4 MB)
  • Beata Halicka:Kozaky und Pyrehne – zwei Dörfer, mehrere Nationalitäten. Ein Beitrag zur Geschichte der Zwangsmigration in Europa des 20. Jahrhunderts (PDF, 13,0 MB)
  • Christoph Schütz: Das neumärkische Dorf Pyrehne und seine Bewohner bis 1945
  • Lisa Haberkern, Philipp Jähnig, Erika Rondo, Charlotte Stromberg: In zehn Minuten raus! – Leben und Krieg in Pyhrene in den Augen seiner Bewohner
  • Paulina Kluczyńska, Aleksandra Nowak: Man musste ins Unbekannte fahren – Erinnerungen der Bewohner aus den ehemals polnischen Ostgebieten
  • Igor Ivaniura, Bogusław Mykietów: Mein ganzes Leben habe ich hart gearbeitet, zum Feiern gab es keine Zeit. Erinnerungen der Bewohner des Dorfes Kozaky in der Nachkriegszeit
  • Elisabeth Borsdorf: Kirche(n) als Gedächtnisort